Disziplinen

FIS-Wettbewerbe

Die internationalen Wettkämpfe im Telemarksport werden vom Internationalen Skiverband FIS reglementiert und veranstaltet. Bei Telemarkwettkämpfen gibt es auch Strafsekunden, sogenannte Penaltys, die zur Laufzeit addiert werden. Einen Penalty bekommt man für das Nichterreichen der Mindestsprungweite, für die Landung ohne Telemark und für jedes Tor, das man nicht mit sauberer Telemarktechnik passiert. Es gibt folgende Disziplinen:

Telemark Classic

Beim Telemark Classic handelt es sich um die strengste Disziplin des Telemark-Rennsports. Das Rennen wird in nur einem Lauf ausgetragen und ist wie folgt in verschiedene Pistenabschnitte gegliedert. Nach dem Start werden vorerst zwischen 10 und 15 Riesenslalomtore gefahren. Anschließend folgt üblicherweise die erste 360°-Steilwandkurve, um dem Rennfahrer die Geschwindigkeit zu nehmen für den nächsten Abschnitt, die Skating-Strecke. Im Telemarkrennsport wird die gleiche Skating-Technik wie beim Langlaufsport praktiziert. Der Telemark-Rennfahrer begibt sich nun auf die Skating-Strecke, welche gut bis zwei Minuten in Anspruch nehmen kann und meistens bergauf führt. Nach der Skating-Strecke werden wieder mehrere Riesenslalomtore gefahren bis zur Sprungschanze. Die Sprungweite wird beim Sprungtraining vor dem Rennstart festgelegt, an welchem alle Rennfahrer teilzunehmen haben. Der weiteste Sprung des besten Fahrers wird als minimale Sprungweite definiert und markiert. Nach dem Sprung folgen weitere Riesenslalomtore und eine weitere 360°-Steilwandkurve mit anschließender Skating-Strecke und Zieleinlauf. Ein Telemarkrennfahrer ist auf einer solchen Strecke zwischen drei bis fünf Minuten unterwegs. Dabei ist zu beachten, dass der Fahrer in den Toren immer im Telemarkschritt bleiben muss – ansonsten wird ihm von den Torrichtern, welche über die gesamte Rennstrecke verteilt sind, eine Strafsekunde auferlegt (zwei Strafsekunden gibt es für eine Unterschreitung der Minimalweite beim Sprung). Die Kombination der verschiedenen Elemente beim Telemark Classic kann variieren. Sie werden vom Rennveranstalter vorgegeben und den lokal gegebenen Pistenverhältnissen angepasst. Die hier aufgeführte Auflistung (2 × 360°-Steilwandkurve, 2 × Skating-Strecke, 1 × Sprung, mindestens 3 × Riesenslalom) entspricht der Standardkombination.

Telemark Sprint Classic

Wie Telemark Classic, jedoch mit einer kürzeren Laufzeit (ca. 1,5 Minuten), dafür aber zwei Läufen.

Telemark Parallel Sprint

Bei diesem Bewerb fahren die Läufer im Austragungsmodus K.O.-System. Somit fahren die Rennläufer im direkten Vergleich gegeneinander. Ein Sprung wie auch eine Steilwandkurve ist eben so enthalten (siehe Telemark Classic, Telemark-Sprint-Classic)

Andere Wettbewerbe

Neben den FIS-Veranstaltungen gibt es unzählige, meist lokal orientierte Wettbewerbe mit teilweise abweichenden Austragungsformen.
Hier gibt es starke Anlehnungen an die Newschool-Skiszene, die ihrerseits viele Wettbewerbsvarianten aus dem Freestyle/ Freeride-Bereich übernommen hat.

Telecross

Hier startet eine bestimmte Anzahl von Telemarkern gleichzeitig und versucht, auf dem mit Sprüngen, Wellen und Steilwandkurven ausgestatteten Parcours als erster in Ziel zu kommen. Hier gibt es meist ein Lauf-System, d.h., dass die Besten der jeweiligen Rennen aufsteigen in diverse Final-Läufe, bis der Gewinner ermittelt wird.